How about… suicide?!

Die totale Blockade aller Interventionsmöglichkeiten, welches mein verstandloses „Ich“, nach quälenden Stunden als Summe einer endlosen Aufgabe hervorbringt. Doch versuche ich, Abgelöst von mathematisch wirkenden Formeln, der Ruhe einen Ort in meinen Kopf zu bieten. Ein Ort, welcher wie eine weiche Zeichnug die Begrenzungen Aufzeigt, ohne mir mit voller Kraft die Verzweiflung, in meinen wehrlosen Körper zu pressen. Möchte ich doch nur diese Ruhe spüren.

Ruhe, fast vergleichbar mit dem schönsten Gefühl, dass ich in 18 Jahren je erlebt habe. Das Gefühl, Nachts aufzuwachen, wo in den ersten Sekunden die Augen hektische Bewegungen zeigen und das Herz wie ein Stein gegen den Brustkorb prallt und der schmerzende Körper sich auf die Seite wuchtet. Das Gefühl, wenn sich der schmerzende Körper, im Bruchteil eines Augenblickes, voller Wärme und Geborgenheit erfüllt. Die Augen schließen sich, endlos zieht dieser Prozess vorüber. Wie in Zeitlupe entspannt sich der Körper. Erst wenn sich der Brustkorb hebt, um die Lungen mit Sauerstoff zu fluten und die Augen sich wieder öffnen, erst wenn die Nase diesen Duft belebt und erst wenn der Kopf sich hebt, nur um sich ein kleines Stück in eine Richtung bewegt- Erst dann ist dieses Gefühl da. Ein Versuch wie dieser, das Gefühl formel begreifbar zu machen, scheitert an seinen eigenen Grenzen.

Das Gefühl, Nachts aufzuwachen und gegen eine widerliche Wand zu starren, verbunden mit der Angst der inneren Leere. Doch meine ich das Gefühl, wenn ich nach den ersten Momenten voller Verzweiflung, meinen Körper in meinem Bett drehe und ich fast erschrecke, weil ich merke, dass ich in meinem Bett nicht alleine liege, ich aber begreife. Begreifen der Tatsache, dass es dich gibt, dass du um meine Existenz weißt, dass du neben mir im Bett liegst. Jetzt erfüllt sich mein Körper mit dieser Wärme und dieser Geborgenheit, da ich wirklich verstehe, dass du nur ein kleines Stückchen von mir entfernt schläfst. Jetzt fluten sich meine Lungen mit Sauerstoff, meine Augen öffnen sich und meine Nase filtert deinen zarten Geruch aus der Luft. Mit aller Kraft hebe ich meinen Kopf, strecke in dicht zu deinen, während meine Lippen ein leises „Ich liebe dich“ verlässt und lasse ihn langsam sinken. Ich schließe meinen Augen, brenne diesen Augenblick in meinen Verstand und – der Moment der Ruhe. Der schönste Moment für mein „Ich“. Der Moment neben dir aufzuwachen und zu fühlen das du da bist. Ich bin nicht allein!

„Take a look at my life.“ Nichts ist stark genug, um mich zu besiegen. Nichts wird mich daran hindern, mehr dieser Momente fühlen zu dürfen. Dankeschön, für diese Momente, für deine ehrliche, vertraute Liebe. Danke Carolin!

Suizid?!

Wie könnte ich? Wie könnte ich dich jemals alleine lassen? Wie könnte ich? Geh ich lieber jämmerlich zu grunde. Ertrinke in falscher Schönheit und komme quälend langsam zum Ziel. [Zitat aus "Fertig mit dem Leben"]

Veröffentlicht in: on Januar 11, 2008 at 11:19 Kommentare (1)