Poetry [Der Mond]

Rund ist deine Form,
bleich deine Haut,
überzogen von Flecken,
und nirgends ein Laut.

Deine helle Gestalt,
von Schatten verhüllt,
Geheimnisse regen sich,
von Lügen erfüllt.

Dunkle Tiefen,
ziehen sich über dich,
und niemand sieht,
dir direkt ins Gesicht.

Du gibst mir Licht,
stets bist du da,
du wachst über mich,
auch wenn ich verzag.

Nie drehst du dich weg,
oder geht’s gar fort,
immer bist du da,
an demselben Ort.

Ich schaue zum Himmel,
erblicke nur dich,
Wieso bist du dort,
und gibt’s uns Licht?

So verlassen, da oben zu thronen,
auf die Menschen zu schauen,
die die Erde bewohnen,
ihnen Licht zu schenken,
ohne beachtet zu werden,
Niemand kennt deine Angst,
niemand deine Leiden.

Und auch tief in der Nacht,
sieht niemand dich weinen.

[Julia Clark]

Veröffentlicht in: on Dezember 13, 2007 at 1:08 Kommentar schreiben
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