Real rain

Meine Gedanken, gepflanzt auf verbrannter Erde. Genässt von Tränen welche nicht mein sind- und doch von meinen Händen tropfen. Auf ihren Wege reißen sie feinen Staub mit, Staub aus verlorenen Zeiten. Klare Tränen, dunkel gefärbt durch den Staub an meinen Händen. Saubere Streifen werden in meine Hände gerissen. Langsam und gleich doch unaufhaltbar finden sie ihren Weg und schlagen Krater in die verbrannte Erde, auf welche meine Füße verweilen. Der Blick gerichtet in die Wellen der Sonne. Fest geschlossen sind meine Augen und doch bin ich geblendet. Tiefes ein und ausatmen. Offen sind meine Hände, als hätten sie eine schwere, nicht ersichtbare, Last zu tragen. Stille ist das dominante Geräusch, wobei mein Gehör mühe hat, in all den Lauten nicht zu ertrinken. So steht mein ich dort, während ich falle. Nicht erkennend der unendlichen Details, die Zweckfrei, aber doch nie Sinnfrei, meinen Verstand umkreisen. Nur die Tränen, wenn gleich verstaubt, vermögen die Fähigkeit begreifen die Wellen der Sonne zu brechen. Schwache Farben und mildes Glitzern.

Die Wärme schwindet mit dem Fortsetzen der Zeit. Die Wellen lassen an intensivität, bis ich endlich meine Augen, sehend, öffnen kann. In Sekunden bricht die Schädeldecke, Knochen bersten. Die Wirbelsäule wird in den Kopf gepresst. Mein Körper kann die Last nicht halten, kann die Erkenntnis nicht tragen. Still stehend und tief atmend, mit festem Stand und nichts tragenden Händen steht mein ich vor den Gedanken. Kein Wort, kein Zucken. Nur hektisches Flimmern meiner Augen, welche erst nach dem Öffnen ruhig stehen. Erlösend fühlend, als Tropfen mich, meinen Körper und die verbrannte Erde erschlagen. Der Regen wendet sich zu einem Stück, welches aus unendlich möglichen Winkeln erachtet werden kann. Nass Fäden, die mich umgeben, wie kleine Ketten hängen sie von oben auf mich herab. Nun darf ich meine Augen öffnen. Meine Hände, an denen nun Mengen der dunklen Tropfen hängen, fühlen das erlösende Nass. Zufrieden, nicht blendend, schließe ich meine Augen. Eingebrannt den Blick von eben.

Veröffentlicht in: on Dezember 7, 2007 at 6:33 Kommentar schreiben