Watch me sink

Ich träume. Tagtraum. Drehe mich um 180°. Schreite nun rückwärts voran. Betrachte meine Spur der Zerstörung. Greife einzelne Stücke. Beachte sie mit dem Sinn einer Analyse. Besiege mich. Entspanne meine Fäuste. Lasse meine Arme langsam gleiten.

Ist dies die Klarheit?

Die Wand strahlt Wärme aus. Ich bin an sie getackert. Kuschel mich an. Das Gefühl wärmt mich. Stecke den Kopf tiefer in die Wärme. Fühle mich sicher. Welch eine trügerische Illusion meiner selbst. Schmerz! Schmerzen brechen das Glas der Wärme. Ein einzelnes Haar sticht in mein Auge. Kann es nicht verzögern. Ich höre den Wind. Als leises Rauschen wir die Angst an mein Ohr getragen. Spüre den Wind. Als tiefe Schnitte wird der Schmerz in mein Gesicht getragen. Der Wind verwischt meine Spuren. Mit aller Kraft zieht der Wind an mir. Ich schwanke. Balanciere mich aus. Ein kläglicher Versuch. Wünsche mir, die Hoffnung, nicht zu verlieren. Doch der Wind bringt den Tagtraum zum Einsturz. Schließe die Augen, um dem Drama kein Angesicht zu geben. Zeit und Raum brechen in sich zusammen. Öffne langsam meine Augen. Der Staub der fälschlichen Realität liegt auf meinen unbekleidetem Körper. Meine Umwelt ist grau. Eine graue, unförmige Masse. Zeit und Raum mit der Realität des Chaos. „Ich denke also bin ich.“ Ich kann nicht denken wenn mich das Chaos zwangsernährt.

Die graue Masse schafft Einheit. Die Einheit schafft Sicherheit. Die Sicherheit schafft Klarheit. Die Klarheit schafft Hoffnung.

 Ist das der Weg, auf welchen die Hoffnung wandert? Hoffentlich…

Veröffentlicht in: on Oktober 30, 2007 at 7:00 Kommentare (1)

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Ein Kommentar Leave a comment.

  1. Ich finde deine Gedankengänge nett. Endlich mal ein Blog, der meinen Geschmack trifft. Denke einfach weiter, wie bisher. Denken ist Existenz.


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