„Spiel das Spiel des Lebens. Du kannst nur verlieren.“ Die Karten liegen offen auf dem Tisch. Kein Versteckspiel mehr. Im meinem Kopf läuft der Film, der Film des Geschehenden. Jede Kleinigkeit spielt die Hauptrolle. Der Eintritt ist frei. Doch wie es so ist, wenn der Eintritt frei ist, kommt nur das erlebnisorientierte Publikum. Diese Publikum hat nur das Konsumieren erlernt. Keine eigene Handlung. Keine eigenen Gedanken. Der Film läuft. Ohne Werbung. Ohne Copyright. Ohne Hintergedanken. Verwunderung über das ungewohnte Konzept, ist es ihnen doch so unbekannt. Die Enstehung: Seit über 17 Jahren liegt sie weiter im Dunkeln. Es gibt sie nicht, die Fakten. Nur Vermutungen. So bleibt der Anfang offen. Der erste Gedanken nach der Enstehung? Mit Sicherheit kein guter. Lief es doch nicht nach Plan. Ein großer Umstand? Sind dies die ersten Zeichen für das was Folgen sollte? Nach dem Schrecken, dem ersten- eine von vielen, verbreiten sich die Sorgen. Wie wird es weitergehen, wird es ein Erfolg? Oder nur ein weiterer Störfaktor von vielen? Aus den Gefühlen und Gedanken der Sorge, werden Gefühle und Gedanken der Last. Was war passiert? Keiner der Betroffenen weiß es genau. Erst nach langer Zeit, die voller ungewissheit und kummer war, kann der Plan doch in die so lang ersehnte Tat umgesetzt werden. Nach dieser Gewissheit wird sich nun doch geklammert. In der ersten Zeit, wo es doch so wichtig gewesen wäre blieb es aus. Aus Egoismus, welcher seine Wurzeln in der Angst hat. Die Angst vor dem Schmerz. Nun scheint dies keine Rolle mehr zu spielen. Voller Ergeiz wird Gefüttert, wird Zeit und das Nervenkostüm beansprucht- und werden sogar Forderungen tolariert. Denn das Ergebnis soll schon bald echt sein. Weiter und weiter werden die gehäuften Löffel geführt, weiter und weiter werden die Erwartungen ins eigene und fremde Buch gepresst. Die Zeit läuft. Doch schon wieder läuft es nicht so wie es doch eigentlich geplant war. Sie sind unübersehbar, die Abweichungen von der Norm. Wie eine riesige Narbe sticht sie ins Auge des Betrachters. Voller Wut muss festgestellt werden, dass nicht der eigene Charakter verlangt und gebraucht wird. Sondern eine oder mehrere andere. Doch auch hier liegt die Lösung so nah. Die Lösung um mit dem Problem, welches abgeschoben wird. Es sind die anderen! Ja, die anderen sind das Problem. Nun wir die Wut auf sie abgeladen. Immer und immer wieder. Das Perfekte Ventil. So haben auch die Störfaktoren, bzw die die die Abweichung von der Norm und deren zwischenlösung ermöglichen, ihre feste Rolle im Film. Um nicht den, als so Vollkomen geglaubten Verstand zuverlieren, werden noch mehr Erwartungen gestellt und an die bereits vorhandenen festgeklammert. Nach und nach scheint die Rechnung nun doch endlich aufzugehen. Es wird geglaubt, dass gröbste sei geschafft. Dieser Irrglaube wir mehr und mehr manifestiert. Nach dem ein kleiner Zwischenfall als „Erledigt“ gestempelt wird, werden die Füße hochgelegt. Ein schrilles, ohrenbetäubenes Geräusch dient als Auslöser heftigster Unruhe. Da war ja noch was. Dieses etwas, dass nun endlich den Ausbruch plant, wird mit geübten Griff zu boden gepresst. Doch die viele Wut ist kräftigt. Und mit einem gelungenem Zug wird gezeigt: „Nichts ist unter Kontrolle!“ Dieser Schrecken fährt tief in die Knochen. Schlagartig ändert sich das Objekt. Nun muss erstmal das kleinere Übel beseitigt werden. Das große, welches mit der nun plötzlich frei gewordenen Freiheit noch nicht zurecht kommt, versteht nicht,warum nun eine Forderung plötzlich verneint wird und warum nun Aggressionen die entgegengebrachten Gefühle sind. Die Folgen? Verstörungen die ihren Ausdruck in der Selbstzerstörung finden. Ein „Nein“ wird als Vorwurf Empfunden. Erschaffen um zu dienen. Die Rechnung geht auf. Der Diener bekommt Schuldgefühle. Er redet sich ein etwas falsches getan zu haben. Und um dieses Gefühl abzulegen, um sich von der Last zu befreien, bestraft der Diener sich selbst. Die Schuldgefühle werden in Aggressionen gewandelt. Gerichtet auf sich selbst. Der Beginn eines Kreislaufes, der den Diener mehr und mehr versklavt. Jahre vergehen. Doch jetzt. Jetzt rächt sich die Angst. Die aus früherer Zeit. Als aus Angst vor dem Schmerz, vor dem Verlust des Dieners, nicht geliebt wurde. In dieser, längst vergangenen Zeit, konnte der Diener ein Stück freien Geist entwickeln. Nun kommt die Zeit, in der erkannt wird, was es wirklich gibt. Die Revolution ist im vollen gange. Jeden Tag schreitet sie weiter voran. Dem Diener kommt eine helfene Hand. Zusammen, aus fremder und eigener Karft, befreit sich der Diener. Obwohl er im inneren tief gespalten ist, zeigt sich die nach aussen sichtbare Wirkung der Revolution. Die Revolte. Sie ist laut, unüberhörbar. Aber vorallem ist sie unübersehbar. Freiheit. Ein Gefühl welches den Diener fliegen lässt. Doch bereits an der Flughöhe lässt sich erkennen, wie tief in dem Diener das Dienen steckt. Doch lässt sich die Revolution gut mit dem Dienen vereinbaren. Ein Dienst für die Freiheit kann nur gut sein. Nun dient der Diener, nicht jemand anderen, sondern seinem eigenen Geist. Hier lieht jedoch ein grundlegendes Problem. Der Diener hat nie etwas anderes erlernt als das Dienen. Schlagartig fällt er zurück in alter Muster. „Was habe ich getan?!“ Fragt sich der Diener, während er seine Schuldgefühle wieder in Aggressionen umwandelt. Er selber ist sein Ventil. Doch nun zeigt sich auch, die Erfahrung der Revolte und das moralsiche Wissen der Revolution, ihre wirkung. Es macht klick. Er versteht- die Augen weit geöffnet. „Es ist mein Recht frei zu sein!“ sagt er sich. Ein lächeln, über diesen Prozess des Verstehens, spiegelt sich in seinem Gesicht. Rechte! Voller stolz erkennt nun auch er, dass er sie hat. Während dieses Gedankenganges dreht sich der Blick. Voller verachtung sieht er nun auf seinen Herrscher hinab. Er bestraft ihn mit seiner stärksten Waffe: seinem freien Willen. Der Mensch erkennt, dass es keinen Diener gibt.Es heißt anders.Das was ICH eigentlich hätte erlernen sollen: Das Mitgefühl. Die Fähigkeit, des Mitgefühls mächtig zu sein.
Der Diener in mir
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