Dream & Hope

Etwas drückt in meinem Schuh. Ich lasse es dort wo es ist, dort wo es drückt.Der Anblick des Hauptbahnhofes lässt mich verzweifeln. Schließe die Augen. In der traurigen Hoffnung, dass ich nach dem Öffnen dieser, wieder bei dir bin.

Zurück. Das ist alles was ich will. Ich balle meine Hände zu Fäusten. Für den Bruchteil einer Sekunde stehen sie, nach oben gestreckt, grade in der Luft. An meinem Hinterkopf finden sie ihren Platz. Senke den Kopf und schreie in mich hinein. Suche den Ausweg. Finde ihn nicht.

Ich öffne die Augen. Mein simpler Wunsch bleibt eine kindliche Vorstellung. Ich bin verloren. Es gibt kein oben und unten. Es gibt kein gut und böse. Es gibt nur mich. Doch das Stimmt nicht. Denn es gibt dich. „…nur mich!“ ? Der Versuch, des Egoistischens, mich zu retten. Ich bin nicht egoistisch.

Es ist kalt. Und doch ist mir warm. Um mich herum sehe ich Mützen und Handschuhe.Atme tief. Ziehe die Ärmel meines Pullovers nach oben. Mir ist warm. Meine Haut jedoch ist kalt.

„Der Sterbende hat häufig ein Gefühl der inneren Hitze, obwohl sich die Haut kalt anfühlt.“ Sterbe ich? Wohl kaum. All meine Gedanken und Gefühle überzeugen mich schnell vom Gegensatz dieses Gedankenganges.

Warum? Nein! Deshalb! Ist es einfach?Ich bin kurz vor dem totalen, menschlichen, demotionalen Kollaps. Wo ist der Ausweg? Frage erst nach dem Eingang. Es gibt keinen Ausweg! Nur Warteschleifen, Staus, Störungen und/oder Fehler im Betriebsablauf. Der klare Verstand ist eine fatale Störung der Wahrnehmung, bzw des Seins. Verzögerungen lassen nur vernarbtes Gewebe. Doch es gibt die Gelegenheit mich zu überlisten: Träume.

Träume lassen mich glauben einen klaren Verstand zu haben. Doch dieses Mal ohne Störungen oder Fehler. Nur due Perfektion des menschlichen Empfindens von Gefühlen. Doch Träume haben doch Fehler im Betriebsablauf.  Sie stehen auf weichem Untergrund. Jede kleine Störung von der Aussenwelt beenden diesen Zustand. Zurück in der falschen Realität kann ich nur eines: Hoffen.

Hoffnung ist die Tür für Träume. Die Hoffnung, erschaffen nach dem Traum, weil der Wind, welcher am Fundament der Träume wackelt, mir die Realität schenkt. Wie heißt der Wind?

In der falschen Realität schaffe ich mir wieder Hoffnung. Die Tür hinter welcher ich des Träumens fähig bin. Ist es der Ausgang? Ist es der Eingang? Ich träume von der Hoffung und hoffe auf den Traum.

Traum und Hoffnung? …Traum und Hoffnung!

Veröffentlicht in: on Oktober 23, 2007 at 6:04 Kommentare (1)

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Ein Kommentar Leave a comment.

  1. Beeindruckend, Ich musste wirklich fast weinen.

    „Mir ist warm. Meine Haut jedoch ist kalt.“ , sehr gut klar dargestellt und mit dem darauf folgendem Satz ist es wirklich unvermeidbar mehr darüber nachzudenken was ich wunderbar finde.

    Du machst kaum klar Aussagen, kann das sein? Du stellst alles in einen Zusammenhang, einen Dschungel aus Zusammenschlüssen und Interpretationen, Metaphern und Zweideutigkeiten, der mir nirgendwo anders so aufgefallen ist. So gibst du jedem einzelnen die Möglichkeit auch die kleinsten Sätze anders zu interpretieren als der Nebenmann. Wie die Stelle „Der Anblick des Hauptbahnhofes lässt mich verzweifeln.“

    Der Abschnitt wo das „Ich“ sich mit dem Egoismus auseinandersetzt finde ich auch sehr interessant, weil ich es selber von mir kenne, nicht wahr haben zu wollen egoistisch zu sein und trotzdem zu denken es gäbe nur mich. Das stellst du allerdings wieder in diesen Dschungel der Zweideutigkeiten, der Andeutungen und der Interpretationsmöglichkeit das ich mich selber beim Nachdenken über „Dreams & Hope“ verwirre.

    „Warum? Nein! Deshalb! Ist es einfach?Ich bin kurz vor dem totalen, menschlichen, demotionalen Kollaps. Wo ist der Ausweg?“ Genial geschrieben, so das eigentlich jeder, der dies liest, die Augen aufmachen würde. Gut formuliert, wunderbare Wörter und Ausdrücke enthalten, die das Bild abrunden.

    By the way.. Bild. Du gibst ein klares Bild von dir, sicher und stark malst du es und verwirfst deine Aussagen doch in den nächsten Sätzen so das sich das Bild in unserem Kopf (den der Leser) immer wieder schnell ändert. Es ist beeindruckend soetwas zu schaffen. Bilder hervorzurufen durch einige Worte, doch sie dann wieder zu zerstören durch die nachfolgenden Worte ist ebenfalls wunderbar und eine hohe Kunst.

    „Hoffnung ist die Tür für Träume. Die Hoffnung, erschaffen nach dem Traum, weil der Wind, welcher am Fundament der Träume wackelt, mir die Realität schenkt.“ Ich finde es wunderbar (Ich benutz das Wort hier häufig oder?) wie du diese klare Aussage, die bei wirklich fast jedem übereinstimmt, so fest auf das „Papier“ bringst. Es ist toll das zu lesen, weil es einem einfach das Gefühl gibt, teil zu haben an dem Geschehen, obwohl nicht wirklich was passiert.

    Deine Wortwahl, die abgehackten Sätze und die Methaphern hier sind wirklich toll, sie beeindrucken mich und sie zwingen mich den Drang zu entwickeln mehr von dir zu lesen, klar? Ich will unbedingt weiter in einen solchen Dschungel perfekter, deutscher Literaur umher irren.
    Schon einmal über einen Verlag nachgedacht?

    Ich hoffe du kannst was mit meiner Meinung und diesem Kommentar was anfangen.


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