Es ist warm. Es ist spät, ich glaube so ca. 01:30 Uhr. Ich sitze auf den Stufen einer niedrigen Treppe, sie hat insgesamt 6 Stufen. Ich lege mich zurück. Mein Rücken & meine Hinterkopf drücken sich auf die Steine. Doch durch den Pullover mit Kapuze fühle ich nicht viel. Ich blicke in den Himmel. Doch dieses Mal beruhigt er mich nicht. Er ist unruhig. Die Sterne blenden und einzelne Punkte bewegen sich.
Ich kann nicht mehr…
Deine Wörter bringen mir ein Stück Klarheit. Doch im nächsten Moment stehe ich vor neuen Problemen. Es ist ein Teufelskreis. Und ich bin ein Gefangener “meiner selbst”. Eingepserrt in meine kleine Welt. Ich kann nicht mehr so tun, als ob alles in Ordnung wäre. Dieser Wunsch bleibt unerfüllt. Deine Worte schütteln mich einfach zu kräftig.
Jetzt bin ich wach. Unfähig zum reagieren.
Ich setze mich wieder Auf. Lege meinen Kopf in meine Hände.
Und verliere mich wieder in der Illusion, der Perfektheit.
Und da sitzen wir, ich ein wenig angetrunken, du vollkommen nüchtern auf der Treppe mit 6 Stufen.
Wir sitzen da und reden über dies und das! Die Stimmung ist nicht locker, nicht angespannt – allenfalls distanziert!Die Nacht ist warm und ich genieße es dort zu sitzen, dort wo ich mich wohl fühle.
Die Sterne glimmen vor sich hin, Menschen kommen und gehen.Plötzlich ist es so als ob ein verbotenes Thema angeschnitten wurde, du wirst leise, kaum ein Wort kommt mehr über deine Lippen!Ich hab es angesprochen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe! Du druckst rum – ich versuche dir zu verdeutlichen, dass du mir verdammt weh getan hast! Fadenscheinige Ausreden bekomme ich zur Antwort – was soll ich jetzt denken, machen, fühlen? In mir steigt wieder dieses Hassgefühl auf! Doch wie sehr ich es mir auch wünsche, du wachst einfach nicht auf – du bist verdammt nochmal nicht wach! Beweg deinen Arsch, sonst ist es zu spät!